Wanderweg durch das Munitionsdepot geöffnet

Im Naturschutzgebiet Höltigbaum wurde ein Wanderweg durch das alte Munitionsdepot geöffnet. In dem von Schleswig-Holstein und Hamburg betriebenen Naturschutzgebiet war das Gebiet um die ehemaligen Munitionsbunker in Stapelfeld bisher abgesperrt. Das gilt für die Wege zu den rund 55 oberirdischen Bunkern auch weiterhin, nur auf der Ost-West-Achse kann das Gebiet jetzt direkt und ohne Umwege gequert werden. Die Wanderwege um das Gebiet herum bleiben bestehen.

Gebaut wurden die Bunker bereits Ende der 1930er Jahre. Nach Ende des zweiten Weltkrieges wurde das Gebiet zunächst nicht mehr militärisch genutzt, erst Anfang der 1980er Jahre nutzte die Bundeswehr das Gebiet als Übungsplatz. Je Bunker konnte bis zu 16.000 Kilogramm explosives Material gelagert werden, welches nach Schließung des Standortes 1992 abtransportiert wurde. Zur Sicherheit gab es in den Bunkern keine Stromversorgung, lediglich an der Tür war eine Lampe und ein Telefon für den Notfall platziert.

Die Bunker wurden in dem seit 1998 unter Naturschutz stehendem Gebiet der Natur überlassen, es wurden Champions angepflanzt und es wurde als Fledermausquartiert angeboten, letzteres mit mäßigem Erfolg.

Mit der Öffnung des Wanderweges sollen in dem Bereich neue Weideflächen entstehen. Der Zaun im nördlichen, östlichen und südlichen Bereich bleibt vorerst bestehen, um zu verhindern, dass Spaziergänger in das Gebiet gelangen können. Das Gebiet soll dem Wild weiterhin als Ruhezone zur Verfügung stehen.

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